Tipps für duale Studenten zur Steuererklärung


Als dualer Student die Steuererklärung einreichen

Der große Vorteil des dualen Studiums ist das Gehalt der regelmäßigen Arbeitsstätte. Die Kehrseite der Medaille: Wer Geld verdient, muss Steuern zahlen. Dies gilt grundsätzlich erstmal für das duale Studium. Welche Steuern sollten duale Studenten zahlen und wie viel Gehalt verbleibt am Ende. Unser Artikel über Steuern und das duale Studium liefert Ihnen alle notwendigen Informationen!

Was kann ein Student im dualen Studium absetzen?

Wer auf dualer Basis studiert, verbindet die Praxis des Berufs mit der Theorie an der Universität. Für den praktischen Teil erhalten die Studierenden ein zu versteuerndes Einkommen. Im Gegenzug können sie alle Aufwendungen abziehen, die zur Erzielung einer steuerpflichtigen Entlohnung erforderlich sind, beispielsweise Werbungskosten. Reisekosten werden als Werbungskosten erfasst.

Die Ausgaben die ein dualer Student in der Steuererklärung absetzen kann beschränken sich nicht ausdrücklich auf das im praktischen Teil investierte Geld. Jeder Cent, der für die Hochschulbildung ausgegeben wurde, d. h. der theoretische Anteil, kann auf diese Weise ebenfalls abgezogen werden.

Ein dualer Student, der Steuern zahlt, kann beispielsweise Folgendes absetzen:

  • Büroausstattung
  • Fahrten zum Arbeitsplatz
  • Übernachtungskosten
  • Wichtige Literatur
  • Unterricht oder bezahlte Lektionen

Wie viel Geld kann ein dualer Student in der Steuererklärung abziehen?

Die Höhe der einkommensabhängigen Aufwendungen, die sich absetzen lassen, ist grundsätzlich nicht begrenzt. Es gibt jedoch bestimmte Pauschalbeträge, bei denen man bleiben muss. Beispielsweise müssen Fahrten mit 30 Cent pro Kilometer abgerechnet werden, damit Sie die genauen Kosten nicht berechnen müssen. Bei der Bezahlung von Mahlzeiten kann ein Pauschalbetrag von sechs Euro abgezogen werden.

Übernachtungskosten - Diese können entsprechend ihrem tatsächlichen Preis abgesetzt werden, müssen aber selbstverständlich entsprechend bestätigt werden. Im Idealfall können Sie so viel abziehen, dass Sie keine Steuern zahlen müssen.

Studiengebühren - Sie können diese sowie Semester-, Prüfungs- und Aufnahmegebühren als einkommensabhängige Aufwendungen geltend machen.

Bildungsdarlehen - Logischerweise können Sie Ihr Bildungsdarlehen nicht als solches abziehen - sondern lediglich die Zinsen für den Kredit. Diese Regel gilt auch, wenn Sie erst nach Abschluss des Studiums mit der Rückzahlung eines Darlehens beginnen.

Wohnkosten - Studierende im dualem Studium können die Kosten einer Mietwohnung steuerlich abziehen. Es gibt zwei Möglichkeiten:

Miete als Sonderausgabe - Tatsächlich können Sie als dualer Student Ihre Studienkosten nur als Sonderausgabe angeben.

Miete als einkommensabhängige Ausgabe: Befindet sich Ihre Universität beispielsweise an einem anderen Ort als Ihrem Hauptwohnsitz, können Sie Miete, Nebenkosten und zusätzliche Ausgaben für Lebensmittel berechnen.

Duale Studien-Steuern

Die Steuern, die von Ihrem Bruttolohn abgezogen werden, sind die Einkommensteuer (auch Lohnsteuer genannt) und möglicherweise die Kirchensteuer.

Einkommensteuer

Die Einkommensteuer, auch Lohnsteuer genannt, ist umso höher, je mehr Sie verdienen. Die genaue Höhe des Steuersatzes hängt von Ihrer Steuerkategorie ab. Gute Nachrichten für Duale-Studenten: Lohnsteuer müssen Sie nur zahlen, wenn Sie mehr als 9.168 Euro pro Jahr verdienen. Dieser Betrag entspricht dem aktuellen Grundfreibetrag von 2019.

Kirchensteuer

Wenn Sie Mitglied der Kirche sind, ist eine Kirchensteuer zu entrichten. Der Kirchensteuersatz beträgt derzeit 9 % (in Bayern und Baden-Württemberg 8 %) der Einkommensteuer. Dies bedeutet auch: Wenn Sie keine Einkommenssteuer zahlen, entfällt die Kirchensteuer vollständig.

Steuerabzug

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie als dualer Student wenig oder gar keine Steuern zahlen müssen. In vielen Fällen wird Ihnen die Lohnsteuer erstattet, wenn Sie eine entsprechende Steuererklärung abgeben. Trotzdem ist als dualer Student eine Steuererklärung erforderlich. Der Hauptunterschied zwischen dem dualen Studium ist das Gehalt, das Sie erhalten. Sie haben also Einkommen und müssen Jahr für Jahr eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Als dualer Student ist eine Steuererklärung jedoch Pflicht, wenn Sie ein Einkommen von einem Unternehmen erhalten. Ein Teil der Kosten für das Studium kann in die Steuererklärung aufgenommen werden.

Als Dualstudent zahlen Sie Steuern und Sozialversicherungsbeiträge

Das Gehalt, das Sie als Dual-Student erhalten, ist sozialversicherungspflichtig. Sie können jedoch einen Teil davon über eine Steuererklärung zurückerhalten.

Mögliche Steuern auf Ihr Gehalt als Dualstudent

Wie bereits beschrieben ist die Lohnsteuer auf den Lohn zu zahlen. Dies ist eine Form der Einkommensteuer. Die genaue Höhe der Steuer orientiert sich nach dem sogenannten Steuersatz, der sich wiederum nach Ihrem Steuerkennzeichen richtet. Lohnsteuer wird erhoben, wenn der Student mehr als den Freibetrag verdient. In den letzten Jahren haben die Freibeträge immer etwas zugenommen. Möglicherweise erhalten Studierende eine Steuerrückerstattung durch ihre Steuererklärung. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Dualstudierenden nicht mehr als den nicht besteuerten Freibetrag verdienen.

Werbungskosten vs. Sonderausgaben: Welcher Student darf etwas abziehen?

Zuallererst die gute Nachricht: Jeder Student oder Auszubildende kann die mit seinem Studium verbundenen Kosten von der Steuer absetzen. Es spielt keine Rolle, ob Sie eine Erst- oder Zweitausbildung oder einen Job haben. Der Unterschied besteht jedoch in der Höhe.

Ein "regulärer" Studienanfänger kann im ersten Jahr bis zu 6.000 Euro als Sonderausgaben abziehen. Im Gegensatz zu einkommensbezogenen Aufwendungen können sie nur in dem Jahr angegeben werden, in dem sie angefallen sind.

Wenn Sie als dualer Student arbeiten und studieren, können Sie Ihre Ausgaben als Werbungskosten in unbegrenzter Menge erfassen. Gleiches gilt für Studierende oder Schüler, die eine Zweitausbildung erhalten. Werbungskosten sind alle Ausgaben, die Sie für den Erwerb Ihres Einkommens aufwenden müssen. Das Finanzamt zieht automatisch einen Betrag von 1000 Euro als Pauschalbetrag für eventuelle Aufwendungen von dem Arbeitnehmer ab. Als Student mit dualem Studium, möglicherweise mit einem Zweitwohnsitz oder vielen Reisen zwischen Arbeitsplatz und Studium, sind Ihre Werbungskosten höher.

Studienreisekosten

Es lohnt sich, einen Blick auf Ihren Arbeitsvertrag zu werfen. Wenn Dual-Studenten einen Arbeitsvertrag abschließen und die Werkstätte als Ihr erster Arbeitsort bezeichnet wird, können die Fahrten dort nur mit dem üblichen festen Entfernungssatz abgerechnet werden. Reisen zu oder von Ihrer Universität gelten als Reisekosten. Anstelle einer Pauschalgebühr für eine einfache Fahrt erhalten Sie dann 30 Cent für jeden zurückgelegten Kilometer.

Vergessen Sie nicht, Quittungen und Belege für Ihre Ausgaben aufzubewahren. Sie müssen sie nicht sofort einsenden, aber das Finanzamt kann sie später anfordern.

Wenn Sie weniger als die Grundvergütung verdienen, zahlen Sie keine Steuern und können nichts abziehen. Es kann jedoch sein, dass Sie immer noch hohe Kosten in Ihrer Ausbildung haben. In diesem Fall können Sie sie mit einem Verlustvortrag identifizieren und in die Zukunft verschieben und dann zukünftig verrechnen.

Wir hoffen der Artikel hat Ihnen im Steuerdschungel weitergeholfen. Die Experten vom ALLCON Lohnsteuerhilfeverein e.V. stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Nehmen Sie dazu einfach Kontakt mit uns auf. Besuchen Sie auch unsere Infoseite speziell für Studenten.

Berthold Schadek

Berthold Schadek


Als Vorstandsvorsitzender des ALLCON Lohnsteuerhilfevereins e.V. liegt Herrn Schadek das langfristige gemeinnützige Ziel des Vereins am Herzen.

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