Berthold Schadek zur kalten Progression


Immer wieder wird uns uns von Politikern versichert, dass es doch gerecht sei, wenn diejenigen, die mehr verdienen, auch mehr für die Gemeinschaftsaufgaben des Staates aufbringen müssten und deshalb steuerlich mehr in Anspruch genommen werden.

In unserem Steuersystem sind deshalb Freibeträge eingearbeitet, die dafür sorgen sollen, dass Geringverdiener keine Steuern zahlen und Normalverdiener nur mit wenig Steuern belastet werden.

Die Besserverdiener sollen dann je höher das Einkommen ist, durch einen immer höheren Prozentsatz an Steuern für den Einkommenszuwachs besteuert werden. Man nennt dies die „Steuerprogression“.

Der höchste Prozentsatz mit dem das Einkommen besteuert werden soll beträgt zur Zeit 42%, zusätzlich der Solidaritätszuschlag und evtl. die Kirchensteuer. Diesen „Spitzensteuersatz“ sollen die Spitzenverdiener der Gesellschaft zahlen.

Kalte Progression als Grund für steigende Steuerlasten

Der Spitzensteuersatz wird zur Zeit für Einkommen von mehr als rund 56.000 Euro im Jahr fällig. Wenn man davon ausgeht, dass 13 Gehälter gezahlt werden, dann sind das monatlich 4300 Euro. Ist das wirklich heutzutage ein Spitzenverdiener?

Aber nicht nur Bezieher von Einkommen von mehr als 4300 Euro empfinden die Steuerbelastung zunehmend als unangemessen hoch. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Wirkung der kalten Progression. Die Wirkung spüren wir wohl alle, aber kaum jemand weiß was die kalte Progression ist.

Was ist die kalte Progression, was kostet sie uns und warum schaffen die Politiker sie nicht ab?

Der Steuersatz steigt nach aktuell geltenden Steuertarif nach dem Grundfreibetrag und nach dem Eingangssteuersatz von 14% laufend progressiv bis auf 42% an. Das bedeutet aber auch, dass bei einem Einkommenszuwachs zum Beispiel von 2% und einer Preissteigerung von ebenfalls 2% die Kaufkraft gleich geblieben ist, jedoch der Steuerzahler jetzt mit einem höheren Prozentsatz an Steuern belegt ist und diese Mehrbelastung an Steuern wird die kalte Progression genannt.

Mehr als 10 Mrd. Euro pro Jahr...

Das kostet den Steuerbürger zur Zeit mehr als 10 Mrd Euro pro Jahr. Die kann man auch einfach und ungeschminkt als Enteignung auf die „kalte Art“ bezeichnen. Die Politik hat kaum ein Interesse dies zu ändern, denn das sind ja willkommene Steuereinnahmen, die man für Wohltaten für das eigene Wählerklientel nutzen kann um die Wiederwahl zu sichern. Die Reaktion des Finanzministeriums auf eine Anfrage ist an Zynismus kaum zu überbieten: „Dann sollen die Leute sich einfach mehr einschränken…“

Nehmen Sie also Ihr Recht bei der nächsten Wahl in Anspruch und bringen Sie das Thema auf die Tagesordnung. Es wäre im übrigen das beste Konjunkturprogramm, wenn das Geld den Bürgern zurückgegeben wird. Es ist Ihr Geld. Es gehört Ihnen und nicht dem Staat.

Die gute Nachricht: Für jeden Euro, den Sie zusätzlich von der Steuer absetzen können bekommen Sie aufgrund der Wirkung der Progression auch mehr zurück. Nehmen Sie deshalb die Hilfe der Experten der ALLCON Lohnsteuerhilfe in Anspruch und holen Sie Ihr Geld von der Steuer zurück.

Über Berthold Schadek

Berthold Schadek ist Vorstandsvorsitzender des ALLCON Lohnhilfevereins. Mit einem Studium der Betriebswirtschaft und reichlich Erfahrung in verschiedenen Positionen als Vorstand, Geschäftsführer und Inhaber berät er Sie gerne.

Berthold Schadek

Berthold Schadek


Als Vorstandsvorsitzender des ALLCON Lohnsteuerhilfevereins e.V. liegt Herrn Schadek das langfristige gemeinnützige Ziel des Vereins am Herzen.

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