Rentenbesteuerung: So können Rentner wirklich Steuern sparen


Wann muss ein Rentner eine Steuererklärung einreichen? Welche Freibeträge gelten und wie kann man bei der Steuer sparen? Dieser Artikel klärt über die Rentenbesteuerung und die Möglichkeiten zur Steuerersparnis durch Sonderausgaben auf.

Warum eine Steuererklärung abgeben?

Seit der letzten Rentenerhöhung erhalten einige Bezieher mehr Geld und mit der Erhöhung der Rente die Aufforderung vom Finanzamt, eine Steuererklärung einzureichen. Für die steuerliche Verpflichtung liegt das Renteneintrittsalter zugrunde. Wer bis 2005 in Rente ging, muss zum Beispiel nur 50 Prozent versteuern. Pro Jahr stieg der zu versteuernde Betrag um 2 Prozent an und Steuern sparen kann nur, wer unter dem Grundfreibetrag liegt. In der Realität sieht es anders aus, doch dazu ist eine professionelle Steuererklärung für Rentner nötig.

Der Grundfreibetrag für alleinstehende und zusammen veranlagte Rentner

Neben dem Renteneintrittsalter hängt das Verhältnis von Steuern und Rente vom Grundfreibetrag ab. Alleinstehende Rentner haben einen Freibetrag von aktuell 9.168 EUR, Ehepaare können in 2019 18.336 EUR Rente ohne Steuerlast erhalten. Dass sich selbst eine kleine Rentenerhöhung negativ auswirkt, zeigen die zahlreichen Aufforderungen des Finanzamtes zur Abgabe einer Steuererklärung. Vor allem Rentner die ab 2011 in den Ruhestand gingen, werden pro Jahr mit 2 Prozent mehr steuerpflichtigem Rentenbezug bestraft. Es ist ein Fakt, dass die Erhöhung der Rente oftmals niedriger ist als die Forderung, die sich aus der Steuererklärung ergibt und die dem Finanzamt gezahlt werden muss. Es gibt Möglichkeiten, mit denen Rentner effektiv Steuer sparen und sich vor übermäßigen finanziellen Belastungen schützen können. Eine Veränderung des Grundfreibetrags ist mit einer Tendenz nach unten ausgeschlossen. Doch wer Unterstützung hat und die Praxis kennt, kann mit bestimmten Ausgaben für eine Senkung der Rentenbesteuerung sorgen. Sobald der Rentenbezug oder im Falle von Vermietung und sonstigen Einkünften der generelle Freibetrag überschritten wird, bekommt der Betroffene Post vom Finanzamt. Enthalten ist die Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung, die viele Rentner vor eine schwierige Herausforderung stellt.

Tipps zur Minderung der Steuern und Rente: Jeder kann Steuer sparen

Der wichtigste Punkt im Bezug auf die Steuern und die Rente sind die Sonderausgaben in der Steuererklärung. Prämien der Kranken- und Pflegeversicherung, aber auch die Unfall- oder Haftpflichtversicherung können in der Steuererklärung gelistet werden. Ebenso ist es möglich, durch die Angabe von Behandlungskosten (Zuzahlungen) oder die Eigenleistung bei Kuraufenthalten eine Minderung der Steuerlast zu erzielen. Wichtig ist, dass die Steuererklärung für Rentner korrekt und mit nachprüfbaren Ausgaben ausgefüllt wird. Ehe der Rentenbezug als steuerpflichtiges Einkommen bewertet wird, nimmt das Finanzamt die in den Sonderausgaben gelisteten Aufwendungen als Abzug. Lediglich der Überschuss wird nun steuerpflichtig und wird anhand des eigenen Steuersatzes berechnet.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Ein wichtiger und zum Steuer sparen geeigneter Punkt sind haushaltsnahe Dienstleistungen und Pflege- oder Betreuungsleistungen. Wer beispielsweise einmal oder mehrmals pro Woche eine Haushaltshilfe beschäftigt, kann diesen Posten unter Vorlage der Rechnung beim Finanzamt anzeigen. Auch Handwerksleistungen zur Instandhaltung oder Instandsetzung zählen zu den außergewöhnlichen Belastungen und senken die Steuern, so dass mehr Rente übrig bleibt und ein geringerer Betrag steuerpflichtig wird. Interessant wird es, wenn zum Beispiel die Ehefrau eine Kur empfohlen bekommt und der Ehemann mitfährt.

Welche Eigenleistung kann Steuer sparen helfen und darf in der Steuererklärung für Rentner eingetragen werden? Es gibt viele Fragen, die nach einer Antwort suchen. Die Minderung der Steuerlast setzt voraus, dass alle Sonderausgaben tatsächlich mit Nachweis und im dafür vorgesehenen Feld eingetragen werden.

Achtung: Aufforderung zur Steuererklärung nicht ignorieren

Wenn Sie vom Finanzamt zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert werden, sollten Sie dieses Anschreiben nicht ignorieren. Ihre Ignoranz würde nicht zum Steuer sparen, sondern schlimmstenfalls zu einer Steuerschätzung und der damit verbundenen hohen Rentenbesteuerung führen. Bei einer zu kurzen Frist hat der Rentner die Möglichkeit, eine Fristverlängerung für die Abgabe der Steuererklärung zu beantragen. Dies hat den Vorteil, dass zum Beispiel Quittungen für Dienstleistungen noch gesucht oder sich vom ausführenden Unternehmen als Kopie eingeholt werden können. Der reguläre Zeitpunkt für jede Steuererklärung ist der 31. Juli des auf das Steuerjahr folgende Jahr.

Wann gibt es eine Fristverlängerung?

Die Fristverlängerung wird nur nach schriftlicher Beantragung vergeben und muss dem steuerpflichtigen Rentner ebenfalls schriftlich bescheinigt werden. Fakt ist, dass jeder Rentner mit einer geschätzten Rentenbesteuerung mehr Geld an den Fiskus entrichtet als bei Einreichung der Steuererklärung. Für Rentner ist das Ausfüllen nicht immer einfach, wodurch sich die Einholung von Hilfe lohnt und das Verhältnis von Steuern und der Rente entspannt. Wer seit Eintritt ins Rentenalter keine Steuern bezahlt hat, neigt oftmals dazu, die Rentenbesteuerung auf die lange Bank zu schieben oder die Erklärung überhaupt nicht einzureichen. Das Finanzamt fordert kein zweites Mal auf, sondern schickt nach Fristablauf meist eine Steuerschätzung. Diese fällt höher aus als der eigentliche Steuersatz, da getätigte abzugsfähige Ausgaben natürlich keinen Einfluss haben.

Mehr Rente und dennoch weniger Geld übrig

Der Freibetrag sinkt, der Besteuerungsanteil steigt um 2% bis zum Jahr 2021 und der Rentenfreibetrag sinkt um 2%. Das bringt mit sich, dass immer mehr Rentner Steuern zahlen und sich Gedanken um abrechnungsfähige Ausgaben machen müssen. Jede Rentenerhöhung, auch wenn sie den jeweiligen Freibetrag nur um einen Euro übersteigt führt dazu, dass das Finanzamt die Abgabe einer Steuererklärung fordert. Steuer sparen ist nicht schwer, da sich viele Ausgaben über die Sonderausgaben abrechnen lassen. Doch um Steuer sparen und die Steuererklärung als Rentner richtig auszufüllen, kann Unterstützung nötig sein. Zu bedenken ist ebenfalls, dass die Besteuerung auf alle Einkünfte und nicht nur auf den Rentenbezug vorgenommen wird. Wer zum Beispiel einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht oder Zinserträge, beziehungsweise Mieteinnahmen erhält, muss auch diese Positionen in der Steuererklärung angeben. Unwissenheit schützt nicht vor Problemen mit dem Finanzamt. Sinnvoller ist es, bei offenen Fragen Hilfe anzufordern und auf diesem Weg das richtige Verhältnis aus Steuern und Rente - anhand der eigenen Verpflichtungen und Möglichkeiten - herzustellen. Die Rentenerhöhung sorgt bei vielen Rentnern meist nur für kurze Freude. Wer bisher unter dem Grundfreibetrag der Rentenbesteuerung lag, hat ohne professionelle Informationen meist einen Nachteil.

Sie möchten mehr über die Rentenbesteuerung erfahren und informiert werden, wie Sie trotz Steuern Ihre Rente nicht minimieren und Einbußen durch die Rentenbesteuerung entgehen? Dann melden Sie sich jetzt an und entscheiden sich für kompetente Hilfe, mit der Sie trotz Verpflichtung zur Steuererklärung für Rentner Steuer sparen und sich vor Nachforderungen schützen können.

Bei Fragen und Anregungen steht Ihnen das Experten Team des ALLCON Lohnsteuerhilfeverein e.V. jederzeit zur Verfügung! Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Berthold Schadek

Berthold Schadek


Als Vorstandsvorsitzender des ALLCON Lohnsteuerhilfevereins e.V. liegt Herrn Schadek das langfristige gemeinnützige Ziel des Vereins am Herzen.

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