Steuertipps für Rentner im Jahr 2019


Die besten Steuertipps für Rentner im Jahr 2019

Wer in den Ruhestand geht, ist nicht von der Verpflichtung befreit, eine Steuererklärung abgeben zu müssen. Rentner, die mehr als einen bestimmten im Gesetz festgelegten Geldbetrag im Monat erhalten, müssen beim Finanzamt eine Erklärung einreichen. Doch die Abgabe der Steuererklärung muss nicht unbedingt nachteilig sein.

Überblick über Steuertipps für Rentner:

  • Rentner müssen ab einer bestimmten Grenze eine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben
  • Abgabe der Steuererklärung ist verpflichtend
  • Steuertipps für Rentner helfen, bares Geld zu sparen

Gesetzliche Rente: Wann ist eine Steuererklärung abzugeben?

Nicht jeder muss im Ruhestand eine Steuererklärung abgeben. Viele Rentner, die lediglich die gesetzliche Rente beziehen, sind wegen der geringen Bezüge davon befreit, Steuern entrichten zu müssen. Einige davon sollten überlegen, ob eine Abrechnung lohnenswert ist. Ruheständler haben jedoch einen Anspruch auf einen Grundfreibetrag. Im Jahr 2019 liegt dieser bei jährlich 9.168 Euro pro Person. Der aktuelle Rentenfreibetrag ist deutlich höher als er noch im Jahr 2018 mit 9.000 Euro pro Person und Jahr war.

Der Freibetrag gibt an, bis zu welcher Grenze, Einnahmen durch Renten steuerfrei bleiben. Erst der Anteil der Rente, der über diesem Grenzbetrag liegt, wird für die Berechnung der Steuer herangezogen. Eine Verpflichtung zur Abgabe der Steuererklärung ergibt sich zumeist bei einer Vielzahl von Einnahmequellen wie Rente, Einkommen im Alter, Pensionen, Rürup- oder Riesterrente, Mieteinnahmen, Einnahmen aus Kapitalanlagen beziehungsweise sonstige Nebeneinnahmen. Steuerzahler können dabei nicht nur Vorteile aus Rentenfreibeträgen, sondern auch aus einigen weiteren steuerlichen Entlastungen ziehen.

Kranken- und Pflegeversicherungen: diese Steuertipps für Rentner sind beachtlich

Wer das Rentenalter erreicht hat, ist im Ruhestand auf die gleiche Art und Weise kranken- und pflegeversichert wie es im bisherigen Erwerbsleben geregelt war. Die Krankenversicherung übernimmt weiterhin alle gewohnten Leistungen. Ebenso Rentner entrichten hierfür die monatlichen Beiträge an die Krankenkasse. Dabei haben die gesetzlichen Krankenversicherungen geregelt, dass die Zahlungen von freiwillig Versicherten nach der Höhe ihrer Einkünfte beziffert werden. Im Falle einer Krankheit werden daher alle erforderlichen Leistungen gezahlt.

Rentner, die in einer privaten Krankenversicherung versichert sind, müssen dagegen jeden Monat Beiträge bezahlen, deren Größenordnung nicht vom Einkommen abhängt. Die Höhe der Zahlungen wird nach den Risiken bemessen, welches das Versicherungsunternehmen bei Abschluss der Versicherungspolice eingeht. Wer im Altersruhestand ist und die Höhe seiner Krankenversicherungsbeiträge berechnet, sollte die Beiträge zur Pflegeversicherung nicht außer Acht lassen. Diese müssen ebenfalls im Alter weiterhin entrichtet werden.

Steuertipps für Rentner: Diese Möglichkeiten gibt es für eine Krankenversicherung im Alter

  • Pflichtversicherung in einer der gesetzlichen Krankenversicherungen
  • freiwillige Mitgliedschaft bei einer der gesetzlichen Krankenkassen
  • Familienversicherung in gesetzlicher Krankenversicherung
  • private Krankenversicherung, die bei einer privaten Versicherungsgesellschaft abgeschlossen wird

Steuertipps für Rentner: So ermittelt das Finanzamt die zumutbare Eigenbelastung

Die zumutbare Eigenbelastung bemisst sich nach §33 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Dabei handelt es sich um einen Eigenanteil. Der den zumutbaren Eigenanteil übersteigende Betrag kann bei der Steuer als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Das können beispielsweise Ausgaben bei Krankheit sein, die von der Krankenkasse nicht berücksichtigt wurden.

Die Berechnung erfolgt nach §33 EStG, wobei der jährliche Gesamtbetrag der Einkünfte zugrunde gelegt wird. Dieser Gesamtbetrag entspricht dem jährlichen Bruttoeinkommen. Er kann um einige Beträge wie dem Altersentlastungsbetrag oder dem Abzug für Land- oder Forstwirte vermindert werden.

Der Gesetzgeber hat bestimmt, dass der Prozentsatz, der gemäß §33 EStG die Steuerlast mindert, gemäß der Höhe der Einkünfte im Alter ansteigen kann. Außerdem gibt es weitere Faktoren für eine Anhebung der prozentualen Geltendmachung in der Steuererklärung wie der Familienstand oder weitere Faktoren.

Haushaltsnahe Dienstleistungen beim Finanzamt angeben

Ruheständler, die im Alter Pflegepersonal, eine Putzfrau oder Haushälterin beschäftigen, können die Ausgaben teilweise steuermindernd geltend machen. Ebenso bei einer Hilfe für die Pflege des Gartens können die Ausgaben bei der Steuererklärung angegeben werden.

Unter diesen Dienstleistungen werden alle Dienste gerechnet, die im privaten Haushalt oder auf dem eigenen Grundstück verrichtet werden. Werden also Malerarbeiten in Auftrag gegeben, um der Fassade des Eigenheims ein optimales Aussehen zu verleihen, können Rentner die Ausgaben zur Steuerminderung in ihre Steuererklärung eintragen. Auch Hausmeisterdienste oder weitere Pflegedienste, die ein- bis zweimal am Tag nach dem Rechten sehen sind absetzbar.

Steuertipps für Rentner: Bei der Abgabe der Erklärung sollten Sie darauf achten, dass die Kosten nicht bereits durch eine andere Versicherung wie die Pflegeversicherung übernommen werden.

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Berthold Schadek

Berthold Schadek


Als Vorstandsvorsitzender des ALLCON Lohnsteuerhilfevereins e.V. liegt Herrn Schadek das langfristige gemeinnützige Ziel des Vereins am Herzen.

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